Ein Trip zu den atemberaubenden Moher-Klippen in Irland

Ein kalter Wind weht, als ich an den legendären Moher-Klippen entlangwandere. Das berühmteste Naturphänomen Irlands erhebt sich majestätisch aus dem Ozean und die Wellen brechen sich an den schroffen Felsen.

Einer meiner Lieblingsfilme als Kind ist der 80er-Jahre-Klassiker Die Braut des Prinzen, ein Märchenabenteuer, das in mystischen Königreich Florin angesiedelt ist. In einer Szene werden die Entführer von Prinzessin Buttercup von Westley über den Ozean verfolgt müssen dann die meilenhohen Klippen des Wahnsinns erklimmen. Natürlich sind die Klippen nicht eine ganze Meile hoch, an einigen Stellen jedoch über 200 Meter und damit sicherlich spektakulär genug auch für viele andere Filme. Nachdem ich sie nun endlich persönlich gesehen habe, kann ich sagen, dass die in Natur sogar noch beeindruckender sind als im Fernsehen.

Blick Richtung Süden

O’Brien’s Tower

Die Klippen von Moher

Die Klippen von Moher befinden sich ca. 90 Minuten südlich von Galway, im County Clare nahe den Ortschaften Doolin (nördlich der Klippen) und Liscannor (südlich der Klippen). Sie liegen auf dem berühmen Panorama-Rundweg Wild Atlantic Way. Obwohl die Klippen mit ca. einer Million Besuchern Irlands beliebteste Touristenattraktion darstellt, bieten die acht Kilometer langen Klippen genug Platz für diejenigen, die überfüllte Touri-Orte nicht wirklich lieben. Ein Besucherzentrum ist in die Hügellandschaft gebaut worden, um die Aussicht auf die Natur nicht zu beeinflussen, und ein Wanderpfad führt am Rande der Klippen in beide Richtungen. Die Klippen sind zwischen 120 und 214 Meter hoch und beherbergen über 30 000 Vögel, unter anderem den Atlantischen Papageientaucher.

Atemberaubendes Panorama

Hag’s Head Tower

Über dem Meer spazieren

Die Wanderwege sind mit Geländern gesichert, die verhindern sollen, dass die Besucher sich den Klippen zu sehr nähern. Es gibt jedoch einige Stellen, an denen die Geländer unterbrochen sind und es gibt viele Touristen, die sich an den äußersten Rand wagen oder sogar die Beine in den Abgrund baumeln lassen. Ich habe mich auch getraut! Jedoch sollte man wissen, dass es auf den Klippen häufig starke Winde gibt und man hört immer wieder von Menschen, die durch starke Böen von den Klippen geweht werden. Die Riffe aus namurischem Schiefer und Sandstein können durch Erosion auch von Zeit zu Zeit ohne Vorwarnung abrutschen und stellen somit eine weitere Gefahr dar.

Im Süden findet man einen schönen alten Steinturm aus der Zeit der Napoleonischen Kriege, der sogenannte Hag’s Head. Um vom Besucherzentrum hierhin zu gelangen, sollte man ungefähr ein bis zwei Stunden einberechnen. Im Norden markiert der O’Brien’s Tower den höchsten Punkt des Kliffs. Vom Besucherzentrum aus ist es nicht weit und der Ausblick in alle Richtung ist wirklich toll. Für 2 Pfund kann man auch auf den Turm steigen.

Blumen am Klippenrand

Die beiden Orte Liscannor (6 km südlich) and Doolin (7 km nördlich) sind beide ziemlich klein, bieten jedoch zahlreiche Restaurants, Bed and Breakfasts und Pubs mit Live-Musik – ideal zum Ausspannen nach einem langen Wandertag. Der größte Besucherandrang wird im Juli und im August verzeichnet und es kann hier schon mal wirklich voll werden. Wir waren im September dort und es war nicht zu viel los. Besonders wenn man mal den Bereich rund um das Besucherzentrum verlassen hatte, konnte man die tolle Aussicht auch romantisch zu zweit genießen.

Außer dem klassischen Klippenweg ist es auch möglich die Klippen von einer Fähre aus zu bewundern oder den 20km langen Coastal Walk zu unternehmen. Mein Fazit: Die Klippen von Moher gehören bei einem Besuch auf der Grünen Insel definitiv auf die To-Do-Liste.

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